Neue Düngeverordnung und Düngung

Düngung © mirpic - Fotolia

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Die neue bundesweit geltende Düngeverordnung ist am 2. Juni 2017 in Kraft getreten. Mit dem Ziel, das Risiko von Gewässer- und Luftverunreinigungen zu reduzieren, wurde der rechtliche Rahmen für die gute fachliche Praxis beim Düngen darin neu festgelegt. Die neuen Regelungen haben direkten Einfluss auf die Düngepraxis in der Landwirtschaft.

Die aktuellen Informationen zur neuen Düngeverordnung erhalten Sie unter:

Verschiebung der Kernsperrfrist 2018/2019

Die Sperrfrist für die Ausbringung von Düngemitteln mit wesentlichen Gehalten an Stickstoff, ausgenommen Festmist von Huftieren oder Klauentieren oder Komposte weicht von § 6 Abs. 8 Satz 1 Düngeverordnung ab. Dies betrifft die Landkreise Amberg-Sulzbach, Cham, Neumarkt, Neustadt/Waldnaab, Regensburg, Schwandorf, Tirschenreuth sowie die kreisfreien Städte Amberg, Regensburg und Weiden.
Die Sperrfrist auf Grünland, Dauergrünland und Ackerland mit mehrjährigem Feldfutterbau (Aussaat spätestens 15. Mai 2018) ist im Hinblick auf die besonderen Verhältnisse im Grünland hinsichtlich der Verwertung von Nährstoffen aus flüssigen Wirtschaftsdüngern festgelegt auf die Zeit vom 15. November 2018 bis einschließlich 14. Februar 2019.
Im Übrigen bleiben die Bestimmungen der Düngeverordnung unberührt. Dies gilt insbesondere für das Verbot, Düngemittel auf überschwemmten, wassergesättigten, gefrorenen oder mit Schnee bedeckten Boden auszubringen.
Ausnahme
Wegen der witterungsbedingten Sondersituation der vergangenen Monate mit eingeschränkten Möglichkeiten der Wirtschaftsdüngeraufbringung auf Grünland (weniger Schnitte) und zu Zwischenfrüchten (nicht mögliche oder verzögerte Saat) wird ausnahmsweise für das Jahr 2018 eine maximale Ausbringungsmenge von bis zu 80 kg/ha Gesamt-N und 40 kg/ha NH4-N genehmigt. Ein Zuschlag für Ausbringverluste ist hierbei nicht möglich.
Die Verschiebung gilt nicht für weitergehende Auflagen aus Wasserschutzgebietsverordnungen.

Düngebedarfsermittlung Stickstoff und Phosphat 2018

Traktor sprüht auf Feld

Vor der ersten Düngung von Acker- und Grünland muss der Stickstoff- und Phosphatbedarf des Pflanzenbestands, der auf der Fläche steht bzw. stehen wird, schriftlich ermittelt werden. Die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) hat alle Informationen sowie den Zugang zum EDV-Programm zusammengestellt.  

Düngebedarfsermittlung Stickstoff und Phosphat 2018 - LfL Externer Link

Leitfaden für die Düngung von Acker- und Grünland (Gelbes Heft) – LfL Externer Link

Ansprechpartner

Markus Piehler
AELF Schwandorf
Regensburger Straße 51
92507 Nabburg
Telefon: 09433 896-251
Fax: +49 9433 896-180
E-Mail: poststelle@aelf-sd.bayern.de