Neue Düngeverordnung

Düngung © mirpic - Fotolia

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Die neue bundesweit geltende Düngeverordnung ist am 2. Juni 2017 in Kraft getreten. Mit dem Ziel, das Risiko von Gewässer- und Luftverunreinigungen zu reduzieren, wurde der rechtliche Rahmen für die gute fachliche Praxis beim Düngen darin neu festgelegt. Die neuen Regelungen haben direkten Einfluss auf die Düngepraxis in der Landwirtschaft.

Die aktuellen Informationen zur neuen Düngeverordnung erhalten Sie unter:

Verschiebung der Kernsperrfrist auf Dauergrünland für Herbst 2017

In der neuen Düngeverordnung gilt auch das mehrjährige Ackerfutter (z. B. Kleegras, Ackergras) zum Grünland, sofern es mindestens 2 Jahre steht und bereits im Frühjahr (spätestens bis 15. Mai) angelegt wurde. Ebenfalls neu ist eine Beschränkung der Ausbringmenge nach dem letzten Schnitt auf max. 60 kg Gesamtstickstoff bzw. 30 kg Ammoniumstickstoff pro Hektar. Das Fachzentrum Agrarökologie am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Amberg hat der Verschiebung auf Grünland zugestimmt.
In den Landkreisen Amberg-Sulzbach, Cham, Neumarkt, Neustadt/Waldnaab, Regensburg, Schwandorf, Tirschenreuth sowie den kreisfreien Städten Amberg, Regensburg und Weiden wurde das Ausbringverbot auf den 28. November 2017 bis 28. Februar 2018 verschoben.
Somit ist die Ausbringung von stickstoffhaltigen Düngemitteln erst ab 1. März 2018 wieder erlaubt.
Ackerland
Auf Ackerland gilt weiterhin der in der Düngeverordnung festgelegte Zeitraum vom 30. September 2017 bis 31. Januar 2018.
Während dieser Zeit dürfen nach § 4 Abs. 5 der Düngeverordnung keine mineralischen oder organischen Düngemittel mit einem wesentlichen Gehalt an verfügbarem Stickstoff (z.B. Gülle, Jauche, Biogasgärrest, Hühnermist, abgepresster Gärrest), ausgenommen Festmist von Huf und Klauentieren (Rindermist, Schweinemist, Pferdemist) aufgebracht werden.
Festmist von Huf- und Klauentieren
Für den Festmist von Huf- und Klauentieren gilt eine eigene Sperrfrist vom 15. Dezember 2017 bis zum 15. Januar 2018.
Aufnahmefähiger Boden
Unabhängig davon dürfen Düngemittel mit einem wesentlichen Gehalt an Stickstoff und Phosphat auch dann nicht ausgebracht werden, wenn der Boden nicht aufnahmefähig ist. Dies ist gegeben, wenn der Boden überschwemmt, wassergesättigt, gefroren oder schneebedeckt ist.

Ansprechpartner

Markus Piehler
AELF Schwandorf
Regensburger Straße 51
92507 Nabburg
Telefon: +49 9433 896-251
Fax: +49 9433 896-180
E-Mail: poststelle@aelf-sd.bayern.de